Was ist wirklich wirklich?

Die Welt ist wirklich, nicht aber die Welt, die ich erlebe. Das ist so, weil ich mehr als nur Axiome erlebe. Die Welt an sich besteht tatsächlich nur aus Axiomen. Der Rest ist, was alle Lebewesen zusammen daraus gemacht haben, noch machen und in Zukunft machen werden. Die Erde selbst ist ja auch ein Lebewesen; nur ist sie leider so gigantisch groß und auch derart komplex, dass ich es einfach nur schwer verstehen kann. Deswegen erlebe ich auch mehr, als ich begreifen kann.

Doch ich darf es nicht beim Staunen belassen, sondern ich muss die Welt, den Kosmos und mich selbst soweit begreifen, wie ich es eben begreifen kann. Tue ich das nicht, verharre ich wie bisher in meinem gewohnten Denken. Doch das wiederum würde bedeuten, dass ich mich nicht sehen kann als das, was ich bin, nämlich als eine Zelle in einem riesigen Organismus namens Erde. Das bedeutet, dass ich meinen Platz in der Welt sozusagen ganz neu erkennen muss. Aber wie gesagt erkennen und nicht definieren! Eine wichtige Frage ist in diesem Kontext, welche Bedeutung dabei Wissen hat.

Wissen bringt mich an die Grenze, die ich überschreiten muss. Doch keinen Zentimeter weiter. Gerade schaue ich den Vögel in unserem Garten zu. Und der Maus, die in das Vogelhaus zu kommen versucht, um auch ein paar leckere Sonnenblumenkerne abzubekommen. Es ist Wissen, das mich dazu bringt, mit dem Urteilen und Beurteilen aufzuhören und das Thema Maus nicht gleich wieder mit einer Mausefalle zu erledigen.

Doch das ist nicht das Ende, es ist der Anfang, der Anfang für den Weg in ein Denken, das vollkommen still ist, genauso wie ein Wahrnehmen, das unmittelbar erkennt.